Freiwillige, Vertreterinnen und Vertreter von Einsatzstellen, Kommunen und Verwaltung trafen sich am 30. 08.2011 zum vierten Landestreffen der Freiwilligendienste aller Generationen (FDaG) im Rathaus Stendal.

„Auch wenn die Förderung des Bundes im Dezember endet, wird der FDaG als eine wichtige Engagementform Bestand haben“, trifft Dr. Astrid Henke eine Zwischenbilanz zum gleichnamigen Bundesprogramm.

Die Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verweist dabei auf die erreichten Ergebnisse für Sachsen-Anhalt. Fast 600 Freiwillige, die seit 2009 im und für das Gemeinwesen wirken, 17 regionale Träger des FDaG und vielfältige Qualifizierungsangebote für Engagierte und Organisationsmitarbeitende seien ein Beleg für die erfolgreiche Programmumsetzung in Sachsen-Anhalt.

„Stendal als einer von bundesweit 46 Leuchtturmstandorten, habe hier einen wichtigen Beitrag geleistet“, hebt Olaf Ebert, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Sachsen-Anhalt e.V. (LAGFA) hervor. Mit der Freiwilligenagentur Altmark e.V. wurde ein Engagement-Zentrum entwickelt, das die Interessierten der Region in Sachen Ehrenamt kompetent beraten und begleiten kann. Auch in anderen Kommunen sei der Freiwilligendienst etabliert worden. So hat die Gemeinde Barleben neben weiteren vier regionalen Trägern im Rahmen des Landestreffens eine Anerkennung als Träger des FDaG erhalten.

Die Mehrgenerationenhäuser (MGH) sind ein wichtiger Ort für bürgerschaftliches Engagement. „Daher haben die Berater des Mobilen Kompetenzteams in letzter Zeit verstärkt die MGH-Trägerorganisationen beraten“, berichtet Ebert und bedauert, dass dieser Beratungsservice mit Einstellung der Förderung nicht mehr möglich sei. Dass die Begleitung erfolgreich war, zeigt die Trägeranerkennung für das MGH Eisleben oder die Freiwilligenagentur Mehrwert, die im MGH Bitterfeld-Wolfen angesiedelt ist.

„Ohne das Engagement der Frauen und Männer jeden Alters und die professionelle Begleitung vor Ort wären die Erfolge nicht möglich gewesen“, lobt Werner Theisen die Freiwilligen. Als Abteilungsleiter im Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt weiß er um die Notwendigkeit des ehrenamtlichen Engagements. Wichtig sei, dass es eine gelebte Anerkennungskultur gibt und das freiwillige Engagement nicht als Ersatz für wegfallende Leistungen verstanden wird.

Ein Appell, dem sich der LAGFA –Vorsitzende nur anschließen konnte: „Ehrenamtliches Engagement braucht hauptamtliche Unterstützung, fachliche Begleitung und eine qualifizierte Beratungsstruktur“, betonte Ebert. Der FDaG habe hier einen wichtigen Beitrag geleistet. Beispielsweise initiieren die Freiwilligen als „Engagement-Lotsen“, „seniorTrainer“ oder als „Engagierte Nachbarn“ eigene Freiwilligenprojekte und motivieren weitere Ehrenamtliche, sich aktiv einzubringen.

Die dabei entstandenen vielfältigen Projekte präsentierten sie auf einem Markt der Möglichkeiten und waren Ausgangspunkt für intensive Gespräche. Mit einer Stadtführung, die die Freiwilligen aus Stendal übernahmen, endet das landesweite Fachforum, das ein Beitrag der LAGFA Sachsen-Anhalt im europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 war.

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