Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Sachsen-Anhalt e.V. hatte Mitte April in einem offen Brief auf mögliche Konsequenzen hingewiesen, die mit der Beendigung der Förderung des „Freiwilligendienst aller Generationen“ (FDaG) zum 31. Dezember 2011 verbunden sind.

Bundestagsabgeordnete aller Bundestagsfraktionen und das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben mit Antwortschreiben auf den offenen Brief reagiert. Dabei wurde deutlich, dass alle Fraktionen die Erfolge des Programmes anerkennen. Insbesondere der niedrigschwellige Zugang habe es ermöglicht, dass sich Menschen jeden Alters in einem verbindlichen Rahmen engagieren.

Sönke Rix, Bundestagsabgeordneter der SPD betonte, „dass der Freiwilligendienst aller Generationen ein attraktives Format für ältere Menschen ist“. Der Bundesfreiwilligen-dienst mit seinen neuen Regularien und den mehr als 20 Wochenstunden Einsatzzeit biete aus seiner Sicht nicht genügend Flexibilität für diese Altersgruppen.

 

Dieter Hackler, verantwortlicher Abteilungsleiter im BMFSFJ teilte mit: „Das begleitende Bundesprogramm laufe planmäßig am 31. Dezember aus, der FDaG bleibe aber weiterhin im SGB VII und im Kindergeldrecht gesetzlich verankert“. Da die Förderung lokaler Infrastrukturen für Bürgerschaftliches Engagement keine Aufgabe des Bundes ist, seien künftig die Länder und Kommunen gefordert.

Aus Sicht des Bundes sind die Mehrgenerationenhäuser (MGH) ein wichtiger Partner für die weitere Etablierung des FDaG. Die Oppositionsparteien kritisieren dagegen die inhaltliche und finanzielle Überfrachtung der zukünftigen MGH’s.

Alle Fraktionen warben dafür, die bestehenden Programme und Strukturen besser auf-einander abzustimmen und zu vernetzen „Dabei kommt den Freiwilligenagenturen eine besondere Aufgabe zu“, hob der CDU-Bundestagsabgeordnete Dieter Stier hervor.

Der FDaG, als eine besondere Engagementform, wird für die LAGFA Sachsen-Anhalt und die Trägerorganisationen im Land weiterhin eine wichtige Rolle spielen. „Wir beraten gegenwärtig besonders die interessierten Träger der Mehrgenerationenhäuser zur weiteren Etablierung von Freiwilligendiensten aller Generationen vor Ort“, erklärt Olaf Ebert, Vorsitzender der LAGFA. Darüber hinaus diskutiere man mit den Vertretern des Landes, der Kommunen sowie des Gemeinwesens, in welchem Rahmen die erfolgreiche Dienstform nach Ablauf der Bundesförderung gestützt und weiter befördert werden kann.

 

 

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