Mehr als 75 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gemeinwesen trafen sich gestern im Magdeburger Roncalli-Haus zum Jahresauftakt der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Sachsen-Anhalt (LAGFA). „Aufbauend auf den Erfolgen des vergangenen Jahres wollen wir in das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 starten", begrüßte der Vorsitzende Olaf Ebert die Gäste - darunter Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Landespolitik.

In der Bilanz 2010 sei besonders hervorzuheben, dass es gelungen ist, mehr als 300 Einsatzstellen für den Freiwilligendienst aller Generationen zu schaffen. „In dieser besonderen Engagementform haben Menschen jeden Alters die Möglichkeit, sich acht Stunden wöchentlich über mindestens sechs Monate zu engagieren", erläuterte Ebert die Rahmenbedingungen des Dienstes.

Aus Sicht der Leiterin des Mobilen Kompetenzteams, Christine Sattler, sind Freiwilligendienste besonders stark in Patenschaftsprojekten gefragt. In dem vom Land unterstützten Projekt „Sozialpaten" konnten 2010 an vier Standorten mehr als 45 Ehrenamtliche für dieses spezielle Engagementfeld qualifiziert und begleitet werden. „Dabei setzen die lokalen Freiwilligenagenturen auf eine enge Zusammenarbeit mit den Fachpartnern vor Ort", betonte Sattler. Denn Ziel sei es, bestehende Strukturen zu stabilisieren und im Freiwilligenmanagement zu qualifizieren.

Gemeinsam mit Partnern des Familienbündnisses und Vereinen aus dem ländlichen Raum wurde die Entwicklung von Engagement-Zentren im Burgenlandkreis und im Landkreis Wittenberg initiiert. Diese Impulse müssten nun verstetigt werden. „Das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit bietet hierfür eine gute Basis", sagte Sattler. Gemeinsam mit dem Gesundheits- und Sozialministerium sind zehn Werkstätten geplant, in denen die Engagementförderung diskutiert und die Vielfalt ehrenamtlicher Tätigkeitsfelder vor Ort sichtbar gemacht werden.

„Die LAGFA und deren Mitglieder wollen so verdeutlichen, dass ehrenamtliche Betätigung soziale Kompetenzen vermittelt und Freiwillige sich persönlich und fachlich qualifizieren", ergänzt Ebert. Aus Sicht des Landesverbandes müsse man darauf achten, dass ehrenamtliche und unentgeltliche Betätigung gesellschaftlich anerkannt und wertgeschätzt wird.

Gelebte Anerkennungskultur war ein zentraler Bestandteil des LAGFA-Jahresauftaktes. Neun Vereine, die den Freiwilligendienst aller Generationen umsetzten, erhielten vom Sozialministerium des Landes ein Zertifikat, welches belegt, dass in diesen Organisationen die Freiwilligen bedarfsorientiert qualifiziert und in geeignete Einsatzstellen vermittelt werden. Im Rahmen eines Coachings durch die LAGFA konnten die Träger im vergangenen Jahr ein qualitativ gutes Freiwilligenmanagement aufbauen.

„Diese Strukturen brauchen eine solide Finanzierungsbasis", betonte der LAGFA-Vorsitzende und appelliert insbesondere an die teilnehmenden Politiker, die Etablierung der Freiwilligendienste aller Generationen auch über das Jahr hinaus wirksam zu unterstützen. Denn im europäischen Vergleich habe man noch einen enormen Entwicklungsbedarf.

 

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