Engagiert in Patenschaften

Die Saale in Bernburg führte am ersten Spätsommerwochenende im September einen normalen Wasserstand, während im Parkhotel in Bernburg die Flut des Frühsommers 2013 im Mittelpunkt der Diskussion stand. „Die sogenannte Generations Gummistiefel hat gezeigt, dass insbesondere junge Menschen aber auch Frauen und Männer jeden Alters bereit sind, sich für das Gemeinwesen zu engagieren“, begrüßte Ana-Maria Stuth die Gäste aus Aken, Dresden oder Passau.

Für die Vorsitzende der Stiftung Bürger für Bürger, die gemeinsam mit dem Generali Zukunftsfonds in die Saalestadt eingeladen hatte, war es wichtig, den Engagierten, die nicht in klassischen Hilfsorganisationen ehrenamtlich Zeit spenden, für ihre Initiative zu danken.

„Gleichzeitig wollen wir gemeinsam herausfinden, wie dieses kreative Potenzial für den Engagementalltag genutzt werden kann und was die Frauen und Männer, die sich vor Ort kümmern, benötigen, um ihr Engagement noch besser zu machen“, ergänzt Olaf Ebert.

Der Geschäftsführer der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis hatte gemeinsam mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden während der Flutkatastrophe versucht, die vielfältigen Unterstützungsangebote zu koordinieren. „Diese Erfahrungen haben die Arbeit der Freiwilligenagentur verändert“, bestätigt Ebert. Neue Medien, wie facebook werden intensiver genutzt oder neue Engagementformen entwickelt, wie beispielsweise die „HalleHelfer in Aktion“, in der spontanes Engagement möglich wird.

Spontanität, selbstbestimmtes Handeln und die öffentliche Wertschätzung wurden von den Teilnehmenden als wichtige Motivation für ehrenamtliche Betätigung genannt. „Helfen ist doch eine Selbstverständlichkeit“, brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt. Es ginge nicht darum, der oder die Beste zu sein sondern man wolle gemeinsam mit Freunden und Gleichgesinnten etwas bewegen. Informationen und Anregungen, die die anwesenden Vertreter der Landesregierung, lokale Bürgermeister und auch der LAGFA Sachsen-Anhalt aufnahmen und für die künftig Arbeit nutzen werden.

Wichtig für alle sei die gezielte Information und Vernetzung sowie die systematische Erfassung der entstandenen Hilfsinstrumente, wie online-Datenbanken zu Hilfe- bzw. Mitwirkungsgesuchen, Bürgertelefone, Infoscouts und anderes, um bei künftigen Notsituationen noch effizienter reagieren zu können.

Gleichermaßen müssen sich die Katastrophenschutzteams und Hilfsorganisationen auf eine zunehmend spontane Mitwirkungsbereitschaft einstellen und diese für die Arbeit vor Ort nutzen. „Denn eine positive Engagementerfahrung hilft, neue Mitmachende über den Katastrophenfall hinaus zu gewinnen“, ist sich Stuth sicher und lädt zu einer Fortsetzung des begonnen Dialoges ein.
 

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